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gundi revier montageMit dem neuen Dokumentarfilm "Gundermann Revier" startet die Ökofilmtour am 5. März im Ökospeicher Wulkow. An jenem und den drei folgenden Donnerstagabenden zeigt der Verein gemeinsam mit dem Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutz (FÖN) Filme zu ökologischen Fragen und lädt zur Diskussion über Themen ein, die auch in der näheren Umgebung von Belang sind. So soll es am 12. März um Kormorane und am 19. März um Windkraftanlagen gehen, anschließend sind Filmgespräche geplant. "Gegen den Strom", ein satirischer isländischer Spielfilm um eine Umweltaktivistin schließt die Abendreihe ab. Bei der Familienvorstellung am 5.4., 11:30 Uhr, dürfen auch Kinder mit dabei sein. Der Verein zeigt den Film "Der Bach" des preisgekrönten Naturfilmers Jan Haft während des Ostermarkts am Palmsonntag. Anschließend geht es mit Kescher und Käferlupe in die Realität - zur MIniexkursion an den Dorfbach. Nachfolgend die einzelnen Filme:

5.3., 20 Uhr: Gundermann Revier, Dokumentarfilm

Gerhard Gundermann (1955 bis 1998) war als Rockpoet eine "Stimme des Ostens" und als Baggerfahrer im Braunkohle-Revier der Lausitz eine bekannte Persönlichkeit mit Ecken und Kanten. Grit Lemke berichtet mit viel unbekanntem Filmmaterial über ihre Jugend mit ihm und die späteren Jahre auch durch seine Lieder, die viel Authentisches über den Sänger aussagen: Kindheit und Jugend in der DDR, utopische Gedanken, Heimat und deren Zerstörung durch den Tagebau. Fragen nach der individuellen Verantwortung durchziehen den Film ebenso wie nach den Folgen für die Umwelt am Ende des Industriezeitalters.

Vimeo-Trailer

12.3., 20 Uhr:  Fischdieb oder Sündenbock – Kormorane

Kormoran grEr war beinahe ausgerottet in Europa, der Kormoran, ein sehr geschickter Fischjäger. Als verhasster Konkurrent der Fischer soll er wieder gejagt werden. Bis 1993 auf der Roten Liste, ist er auch ein sehr anpassungsfähiger Vogel. Durch gemeinschaftliches Jagen pflegen Hunderte von Kormoranen eine extrem effektive Art des Fischfangs: Während etwa die Hälfte der Vögel durch Flügelschlagen einen Fischschwarm zusammenscheucht, kann die andere Hälfte die Fische bequem fangen. Jedoch sein Abschuss würde das Problem nicht lösen, denn Kormorane sind Zugvögel. Der Film untersucht viele neue Aspekte ihres Verhaltens für mehr Verständnis ihrer Rolle im natürlichen Gleichgewicht.

Anschließend Diskussion.

19.3., 20 Uhr: Die Wahrheit über Windkraft

Web Wahrheit ueber Windkraft grSymbol der Energiewende sind Windräder. Derzeit stagniert ihr Neubau. Vor allem bei Anwohnern und Naturschützern sind Widerstände nach wie vor groß. Der Film fragt: Wie können Windräder leiser für Menschen und ungefährlicher für Tiere werden? Es geht auch um die Abstandsregelung und um mehr Beteiligung der Kommunen an den Entscheidungen und am Gewinn der Windkraftbetreiber, um eine größere Zustimmung der Bürger zu erhalten.

Anschließend Diskussion

26.3., 20 Uhr: Gegen den Strom, Spielfilm aus Island

gegen den strom GREine politisch scharfzüngige Komödie über eine Umweltaktivistin auf Island. Da bürgerlicher Ungehorsam nicht reicht, die sensible Natur Islands vor einem Energie intensiven Aluminiumwerk zu bewahren, greift sie zu subversiven Mitteln. Nicht zur Nachahmung, aber zu Mut und Witz kann die wunderbare Hauptdarstellerin Halldóra Geirharðsdóttir andere Umweltkämpfer inspirieren.

5.4., 11:30 Uhr: Der Bach, Familienvorstellung im Rahmen des Ostermarkts – anschließend Miniexkursion zum Dorfbach

Der Bach grWo gibt es noch das ideale Fließgewässer, wenn die Statistik des Bundesamtes für Naturschutz feststellte, dass nur jeder eintausendste Bach in Deutschland als intakt bezeichnet werden kann? Und noch etwas haben fast alle Bäche gemeinsam: Flora und Fauna sind auf dem Rückzug. Studien belegen, dass in 94 Prozent der Fließgewässer die Gemeinschaft der angestammten Tierarten nicht mehr existiert. Der Film zeigt die Vielfalt der tierischen Bewohner unserer Bäche, stellt in Nahaufnahmen ihre Lebensweise und die Bedeutung für das Ökosystem Bach vor. Wird auf angrenzenden Flächen aber hauptsächlich mit Gülle gedüngt, von der nach starken Regenfällen große Mengen in den Bach gespült werden, hat das verheerende Folgen. So wird Jan Haft beim Dreh zufällig Zeuge einer Abwasser-Havarie und kann zeigen, wie sich die Natur anschließend noch einmal selber hilft. (Film geeignet für Kinder ab der 4. Klasse)