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Baumschnittseminar

Trotz regnerischen Wetters trafen sich rund 15 deutsche und polnische Interessierte zum Baumpflege und Baumschnitt-Seminar in den Kunersdorfer Streuobstwiesen.

Das zweisprachige Seminar begann mit dem theoretischen Teil. Unter anderem zur Auswahl, zur Pflege und zur Desinfektion des geeigneten Werkzeugs. Die Desinfektion ist ein unterschätzter Punkt, wie die Teilnehmer/innen lernten. Denn Baum-Krankheiten wie Pilz- bzw. Bakterienbefall werden auch bei Bäumen durch „Ansteckung“ übertragen – insbesondere durch kontaminiertes Werkzeug.

Beim praktischen Teil wurde von den beiden erfahrenen Fachleuten - Jakob Thöne für die deutschsprachigen Teilnehmer/innen, Ewa Drewniak für die polnischsprachigen -  Wert darauf gelegt, vor dem Schneiden den Baum in seiner Form und Eigenheit zu erkennen und danach die Maßnahmen behutsam und zielgerichtet umzusetzen. Dazu gehört, Haupt- und Nebentriebe zu erkennen, die angestrebte Form gezielt zu stärken und im Verlauf des Schneidens auch immer wieder zu überprüfen. Es wurde gezeigt, wie Schnittflächen so klein wie möglich gehalten werden können und zudem so gelegt, dass sich keine Fäulnis oder Infektionen bilden.    

Auf der Streuobstwiese wurden dann auch Obstbäume besichtigt und begutachtet, die seit Jahrzehnten sich selbst überlassen blieben. Darunter eindrückliche und landschaftsprägende Bäume, die aber natürlich für eine (menschliche) Ernte des Obstes nicht mehr in Frage kommen.

Ermöglicht wurde der deutsch-polnische Apfelherbst durch kompetente Workshop-Leiter/innen, zahlreiche Helfer/innen sowie die Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Klein-Projekte-Fonds (KPF) des Kooperationsprogramms INTERREG V A Brandenburg-Polen 2014-2020 (Projekt KPF 037/19).