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Mosten

Der zweite Tag des Apfelherbstes stand im Zeichen des Mostens. Zu diesem Zweck wurde die mobile Mosterei von Tobias Hahn auf dem Speichervorplatz aufgebaut und in Betrieb genommen. Zusätzliche Gerätschaften wie Hochdruckreiniger und Behältnisse wurden vom Wulkower Hof bereitgestellt.

Das am Vortrag eingesammelte und ins Dorf transportierte Obst musste zunächst gewaschen und sortiert werden. Faule Stellen wurden herausgeschnitten, um einen Saft von hoher Qualität zu erzeugen. Erst dann wurden die Äpfel in die Schneidemühle gefüllt – eine Art Häcksler, mit dem die Äpfel fein gehackt werden. Dieser Apfelbrei wurde anschließend in die Hydropresse eingefüllt. Durch den Wasserdruck (rund 6 bar) wird darin eine Gummimembran aufgebläht. Diese drückt die zerkleinerten Äpfel durch die Gitter - und heraus kommt ein naturtrüber leckerer Apfelsaft (der auch gerne gleich ab Presse gekostet wurde). Nach jeder Pressung wird die Hydropresse entleert und für die nächste Charge vorbereitet.

Der gewonnene Saft wurde anschließend in mehreren Heizsystemen pasteurisiert und in verschiedene Behältnisse abgefüllt: in sterilisierte Flaschen, sogenannte Bag-in-Boxes und in spezielle Saftfässer.

Viel Arbeit also für die rund 30 Kinder und Erwachsenen, die sich insgesamt an der Mostaktion beteiligten. Trotzdem blieb natürlich auch Zeit um zu kosten, zu vergleichen, zu mischen (z.B. Apfel- und Rote Beete Saft) und auch nochmals in die Streuobstwiese zu fahren und Nachschub zu holen.

Damit alle die Möglichkeit hatten, auch einmal selber Saft zu pressen, wurde die Mostaktion auf zwei Tage verlängert.

Ermöglicht wurde der deutsch-polnische Apfelherbst durch kompetente Workshop-Leiter/innen, zahlreiche Helfer/innen sowie die Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Klein-Projekte-Fonds (KPF) des Kooperationsprogramms INTERREG V A Brandenburg-Polen 2014-2020 (Projekt KPF 037/19).