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14.06.09 Mal wächst Lu­zerne, mal Dinkel, mal weiden hier Pinz­gauer Mut­terkuh­herden. Keine Feld-Meere so weit das Auge reicht, son­dern eine ab­wechs­lungs­reiche und immer wieder von He­cken­streifen ge­teilte Land­schaft von Wulkow bis zur Oder – es machte Freude, zur Land­partie am letzten Wo­chen­ende mit dem Trak­tor­kremser durch das Reich des De­me­ter­hofs von Ul­rike Raulf zu fahren. Die Wul­kower Bio-Land­wirtin er­klärte, wie sich die ero­dierten Böden nach der Ge­treide-Mo­no­kultur der DDR-Zeit wieder er­holt hatten. Unter an­derem wird hier nun für die Bio­marke „Mär­ki­sches Land­brot“ pro­du­ziert. Wis­sens­wertes war auch über die Pinz­gauer Rinder zu er­fahren. Eine ös­ter­rei­chi­sche Rasse, die mitt­ler­weile selten ge­worden ist. Die als Milch- und Flei­sch­rinder, aber auch als Zu­gochsen einst uni­ver­sell ver­wendbar waren, deren Ei­gen­schaften aber nun oft nicht mehr spe­ziell genug sind. „Na­tür­lich habe ich sie auch an­ge­schafft, weil sie schön sind und in die Land­schaft pas­sen“, sagt Ul­rike Raulf. Das trifft zwei­fellos auch für die Rauh­wol­ligen Pom­mer­schen Land­schafe zu, die von der Na­tur­schutz­schä­ferin Ka­trin Todt der­zeit auf den Flä­chen des Ökospei­cher­ver­eins in Wulkow, aber auch in den Wiesen bei Po­delzig und Lebus ge­halten werden. Die Schafe sollen das Hoch­wachsen von Bü­schen und Bäumen ver­hin­dern und die Wie­senve­ge­ta­tion schützen – unter an­derem das be­rühmte Ado­nis­röschen. Genau das werde von den Schafen nicht ge­fressen. Zudem ver­hin­derten sie mit ihrem Huf­tritt, dass der Samen von der Ober­fläche weg­ge­tragen wird.
In Wulkow hilft Eselin Jule den Schafen bei der Ar­beit. „Die frisst noch mal in einer an­deren Etage das Holz weg“, er­zählt Ka­trin Todt. Au­ßerdem dient sie der Herde als Schutz vor streu­nenden Hunden und viel­leicht auch vor Wölfen. Fühlt sich die Eselin be­droht, schlägt sie einen ge­wal­tigen Krach. Der hin­ter­lässt bei Raub­tieren einen nach­hal­tigen Ein­druck.
Viele Land­partie-Be­su­cher nutzten die Mög­lich­keit, am Rande der Aus­flüge im Ökospei­cher ein­zu­kehren – ein er­folg­rei­ches Wo­chen­ende also nicht nur für die Land­wirte son­dern auch für den Verein.
 
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