Das Wulkower Ufo hat es in der Gunst der RBB-Fernsehzuschauer weit nach vorn gebracht. In der Sendung „30 Favoriten“ ist das kreisrunde Niedrigenergiehaus am Mittwochabend von den Zuschauern auf den 7. Platz unter den Brandenburger Kuriositäten gewählt worden. Damit hängte das mittlerweile als Ferienhaus genutzte Ufo bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Potsdamer Moschee, die Pyramiden von Cottbus oder die Skisprungschanze von Bad Freienwalde ab.
Moderatorin Karla Kniestädt rühmte das Ufo als ein schönes Beispiel für Selbstverwirklichung. Der ebenfalls moderierende Box-Star Axel Schulz schwärmte von einem Hingucker und touristischem Highlight. Brandenburg-Aktuell-Moderator Gerald Meyer stellte fest, dass die Idee des Ufos ja mit Übertechnisierung nichts zu tun habe. Stattdessen sei es ein Symbol für nachhaltiges Wirtschaften. Einzig Wetterfrosch Attilla Weidemann nörgelte, dass ihm irgendwie dann doch die Ecken fehlten. Ansonsten sei das Ufo für ein kleines Dorf eine abgefahrene Idee... Das Wulkower Ufo, eigentlich „Domespace“ entstand 1993. Das Konzept wurde vom französischen Architekten Patrick Marsilli und dem belgischen Konstrukteur Ivo van Gils in Scaer an der französichen Atlantikküste entwickelt. Das zweigeschossige Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 200 Quadratmetern ist das erste und bislang einzige Gebäude seiner Art in Deutschland. Das Haus wird mit Erdwärme beheizt, zusätzlich kommt eine Sonnenkollektoranlage für die Warmwasserbereitung zum Einsatz. Durch eine Pflanzenkläranlage werden die Abwässer umweltfreundlich entsorgt. Seit dem Umzug des Ökospeicher-Vereins in den Speicher am Gutshof wird das Ufo als Ferienhaus und als kleineres Seminarzentrum vermietet.
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