Jetzt ist es amtlich: Der Ökospeicher in Wulkow wird ausgebaut. Der Verein wird in diesem Jahr rund 150.000 Euro in den Ausbau der unteren beiden Speicheretagen, in einen Sanitärtrakt-Anbau sowie in die Gestaltung des Speicher-Umfelds investieren. Anfang der Woche traf der Fördermittelbescheid ein. Während der größte Teil der Baukosten aus Mitteln des LEADER-Programms aufgebracht wird, muss der Verein ein Viertel der Summe aus eigener Kraft aufbringen.
"Da kommt ein hartes Stück Arbeit auf uns zu", sagt der Vorsitzende Peter Gröning, "aber wir haben das so gewollt. Wir werden es schaffen, um letztendlich den Wulkowern und unseren Gästen etwas Tolles anbieten zu können und uns selbst eine Freude zu machen." Zudem erfahre das bislang etwas unaufgeräumt wirkende Zentrum des Dorfs eine kräftige Aufwertung. Besonders sichtbare Zeichen der Veränderung werden eine breite Holzterrasse an der Speichersüdseite und eine kinderfreundliche Landschaftsgestaltung des sich anschließenden Geländes sein. Das beschädigte Holzdach des Anbaus auf der Ostseite wird einem neuen Flachdach weichen. In das Erdgeschoss werden ein kleiner Laden und ein Besuchercafe´integriert, ein stilisiertes Ufo im Kleinformat soll als eine Art Infotresen zum Blickfang werden. Auch das Vereinsbüro wird in die untere Ebene ziehen. Bei den Baumaßnahmen sollen auch Lehmsteine verbaut werden, die von Helfern und Besuchern an den Wochenenden selber gestampft werden können. Die kunstvollen Zeichnungen und Signaturen werden dabei nicht überputzt - so dass die Helfer auch nach vielen Jahren noch ihren ganz persönlichen Stein zeigen können. Endlich kann der Speicher dann auch für gehbehinderte Menschen besser genutzt werden. In den Anbau auf der Ostseite wird eine Toilettenanlage integriert.
Das erste Obergeschoss wird Raum für ein ökologisches Besucherzentrum bieten. In enger Zusammenarbeit mit dem am Speicher angesiedelten "Energieteam MOL" entsteht hier eine Ausstellung, in der Informationen etwa zu ökologischen Baustoffen, zur Regenwassernutzung oder zu alternativen Energien aufbereitet werden. Weiterhin soll Platz sein für Ausstellungen zu Kunst und Natur.
Der Ökospeicher bleibt auch in der Bauphase während der Wochenenden und an Feiertagen für Besucher jeweils von 11 bis 16 Uhr geöffnet.
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