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Landpartie und Lämmerfest |
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13.06. 2010 Nicht zu vergessen, dass an diesem Wochenende auch die Brandenburger Landpartie stattfand: Biobäuerin Ulrike Raulf stellte ihren Demeterbetrieb vor und lud zu Kremsertouren durch die Umgebung. Der Wulkower Hof baut Getreide an und produziert Fleischrinder: Eine Mutterkuhherde auf der grünen Wiese. Auch Wollschweine gehören zum Betrieb: Einige davon ließen sich in einem Gatter auf dem Gutshof bestaunen. Ein kleiner grüner Markt vor dem Speicher ergänzte das Angebot. Naturschutzschäferin Katrin Todt sorgte am Sonntag dafür, dass aus der Landpartie auch ein Lämmerfest wurde.
In einer Talkrunde im Speicher erläuterte sie einem neugierigen Publikum, wie man mit Schafen eine wertvolle Kulturlandschaft erhalten kann. Die Ökologin erklärte unter anderem das selektive Fressverhalten der Schafe. Die verschmähen zum Beispiel die touristisch wertvollen Adonisröschen in Lebus konsequent, "schmecken einfach nicht". Gleichwohl aber drücken sie deren Samen mit ihren Hufen die Samen so fest in den Boden, dass sie nicht von Wasser und Wind fortgetragen werden. Selbstverständlich ließen sich die Skudden und Rauhwollschafe auch auf dem Hof und auf einer Miniexkursion besichtigen. Freimütig berichtete Katrin Todt auch über die Schwierigkeiten des von ihr nebenberuflich ausgeübten Gewerbes: Subventionen und Erlöse aus Fleisch- und Wollverkäufen stünden in keinem Verhältnis zum Aufwand. Existieren könne man von einer Naturschutzschäferei kaum.
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