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Auch 2010: Umweltfilme im Speicher12.01.10 Nach dem er­mu­ti­genden Auf­takt im ver­gan­genen Jahr be­tei­ligt sich der Ökospei­cher e.V. Wulkow auch in diesem Jahr wieder an der Öko­film­tour. Das wohl längste Film­fes­tival Deutsch­lands wird in den nächsten 3 Mo­naten durch mehr als 50 Fes­ti­valorte im Land Bran­den­burg touren.  Wieder gibt es zwei Er­wach­se­nen­vor­stel­lungen im Wul­kower Spei­cher.  Für zwei Kin­der­film­vor­mit­tage freut sich der Verein er­neut über die Ko­ope­ra­tion mit der Lan­des­lehr­stätte für Natur und Um­welt in Lebus.  Am 31. März, 20 Uhr, zeigt der Verein im Spei­cher die beiden RBB-Do­ku­men­ta­tionen  Land­schaften zum Über­leben - Der Na­tur­schutz­pio­nier Mi­chael Succow“ sowie „Wächter der Wildnis - Mit Ran­gern durch Bran­den­burg“.  An­schlie­ßend können die Be­su­cher mit Ma­chern der Filme ins Ge­spräch kommen. Am 7. April, 20 Uhr,  kommen im Ökospei­cher zwei Land­wirt­schafts­themen auf die Lein­wand.

In der Arte/NDR-Pro­duk­tion „Die Biosprit­lüge ent­hüllen die Au­toren, wie EU-Agrar­sub­ven­tionen Men­schen in In­dien und In­do­ne­sien in eine Hun­ger­ka­ta­strophe treiben.  Die Do­ku­men­ta­tion „Der Bauer, der das Gras wachsen hört“ (Bayr. Rund­funk) por­trä­tiert den 57­jäh­rigen Öko­bauern Mi­chael Simml, der mit Hilfe seiner Fa­milie auf kärgstem Boden im Baye­ri­schen Wald höchste Er­träge er­zielt.

Be­reits in den Win­ter­fe­rien finden die Kin­der­vor­stel­lungen statt.  Für jün­gere Kinder zwi­schen 5 und 10 Jahren ge­eignet sind die Neu­ver­fil­mung von „Frau Holle“ (mit Ma­ri­anne Sä­ge­brecht in der Haup­trolle) und der Kurz­film „Störche – Nest­suche für den Nach­wuchs  aus der ZDF-Lö­wen­zahn-Reihe. Termin: 2. Fe­bruar, 10 Uhr in der Lan­des­lehr­stätte auf den Oder­bergen.

Am glei­chen Ort für äl­tere Kinder, etwa ab vierter Klasse:  Hannes Jae­nicke im Ein­satz für Eis­bären“ – ein ein­drucks­voller Film über die Be­dro­hung der Po­lar­bären durch die Kli­mae­r­wär­mung - am 5. Fe­bruar. An­schlie­ßend geht es mit der „Rück­kehr der Wölfe“ noch einmal nach Bran­den­burg. 

Das Fes­tival des Um­welt- und Na­tur­films ist mehr als Kino. Es gibt in Deutsch­land wohl kein an­deres Fes­tival, das so ge­zielt Um­welt­filme, so­ziale Kern­fragen un­serer Zeit und Zu­kunfts­themen mi­tein­ander ver­bindet. Diese Filme, die nicht aus „Traum­fa­bri­ken“ stammen, haben es auf un­güns­tigen Sen­de­plätzen im Fern­sehen oder in den Kinos oft schwer, Zu­schauer zu er­rei­chen. Sie bieten an­spruchs­volle Un­ter­hal­tung. Die Filme werden wie in den Vor­jahren Grund­lage für Zu­schau­er­ge­spräche sein, wofür Fil­me­ma­cher, Wis­sen­schaftler, Ex­perten aus dem Um­welt- und Na­tur­schutz und Po­li­tiker, ge­wonnen werden. Themen wie glo­baler Kli­ma­wandel, Atomaus­stieg, Mo­bi­lität, Ge­sund­heit, Konsum, Frieden oder men­schen­wür­dige und um­welt­ver­träg­liche Glo­ba­li­sie­rung, Ar­ten­schutz, Biodi­ver­sität und Ge­fahren der Gen­technik stoßen auf das Nach­denken über so­ziale Pro­bleme, Frem­den­feind­lich­keit, Ras­sismus und Ge­walt. Sen­si­bi­li­sie­rung für Natur und Um­welt schließt eben das Zu­sam­men­leben der Men­schen in ihrer Ver­bin­dung zur Um­welt mit ein. Dort, wo kein so­zialer Friede herrscht, wird auch die Natur be­drängt und an­de­rer­seits legt Um­welt­zer­stö­rung die Grund­lage für so­ziale Kon­flikte. Der Film schafft es wie kaum ein an­deres Me­dium, diese Wech­sel­wir­kungen her­vor­treten zu lassen.

 
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