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Liebeslieder und Verwandtes - Viehweg im Konzert |
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29.08.2009 Drei Zugaben muss Frank Viehweg geben, ehe das Publikum ihn endlich von der Bühne lässt. Zwei Stunden lang lauschen rund 50 Zuhörer einem Mix aus zwei höchst anspruchsvollen Programmen: Liebeslieder aus eigener Feder und Nachdichtungen von Liedern aus aller Welt. Von poetischen Verwandten, wie Frank Viehweg sagt. Der macht das Publikum dabei auf sympathische Weise mit seinen Entdeckungen vertraut:
Mit dem Tschechen Jaromir Nohavica etwa, der es im Nachbarland mit anspruchsvollen Texten zum großen Volkssänger gebracht hat, ohne in die Schunkelfraktion zu geraten. Erstaunlich auch, mit wie viel poetischer Substanz russische Rocksänger wie Juri Schewtschuk Erfolg haben. Viehweg überzeugt in seinen schönsten Stücken mit völlig schwulstfreien Liebesliedern. Nicht nur mit einfallsreichen Texten, sondern auch mit einer starken Stimme, als begnadeter Melodienerfinder und brillianter Gitarrist. In seinen Zwischenmoderationen verzichtet er auf jede Geschwätzigkeit, streut dafür lieber mal das eine oder andere Shakespeare-Sonett ein. In einer ungewohnt einfachen und heutigen Sprache - dass er die Gedichte selbst neu übertragen hatte, vergisst Viehweg bescheidenerweise zu erwähnen.
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