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Rundum gelungen: Folk am Speicher auf neuen Brettern PDF Drucken E-Mail

Der Chor von Sinca Noua auf der neuen Speicherbühne

01.08.2009 So en­dete das zweite Wul­kower Fes­tival "Folk am Spei­cher": Mit aus­ge­las­senem Tanz auf und vor der Bühne, Zu­ga­be­rufen an eine fan­tas­ti­sche Band "Sep­tember und Strauch"  - und das alles im Glanz eines zau­ber­haft be­leuch­teten Spei­chers (Licht­de­sign: Gernot Pe­schel). Ein rund um ge­lun­genes Fest mit ganz ver­schie­denen Zutaten: Für die Er­öff­nung sorgte am Nach­mittag der "Corul din Sinca Noua" aus Wul­kows ru­mä­ni­scher Part­ner­ge­meinde mit an­mu­tigen, me­lan­cho­li­schen, und fröh­li­chen Volks­lie­dern aus ihrer Heimat. In ihren sie­ben­bür­gi­schen Volks­trachten waren sie auch ein ganz be­son­derer Blick­fang für die meh­reren hun­dert Be­su­cher.


Am frühen Abend, nach der großen Hitze, traten die Gäste gleich noch mal auf und ver­standen es dabei, das Pu­blikum zum Mit­singen auf ru­mä­nisch zu be­wegen. Be­son­ders ein Re­frain mit der Zeile "Hejo, tral­lal­la­lala" ging den meisten gut von den Lippen. Vom Mit­singen war es dann zum Mit­tanzen nur ein kleiner Schritt: Plötz­lich fanden sich die Wul­kower und ihre Gäste in den Armen ihrer ru­mä­ni­schen Gäste beim Tanz wieder. 

Neben den ru­mä­ni­schen Sän­gern waren es am Nach­mittag die Work­camper, die einen großen Teil des Pro­gramms auf der von ihnen selbst ge­zim­merten Bühne be­stritten. Stan­ding Ova­tions ern­tete zum Bei­spiel Jin aus Süd­korea, der mit seinem in­brünstig vor­ge­tra­genen Hei­mat­lie­dern einen be­ein­dru­ckenden Auf­tritt hin­legte. Ein Hö­he­punkt war auch der Auf­tritt der beiden Tanjas aus der Ukraiine, die mit "Kat­juscha" mal richtig stark aus sich her­aus­gingen. Kein Wunder: Hatten die beiden doch mit Mi­riam (Gi­tarre) und Jan (Bass) eine starke Wul­kower Band im Rücken. Thomas Strauch un­ter­stützte mit Ge­sang. Wer es mit dem Singen nicht so hatte, legte eine flotte Sohle aufs Par­kett. So wie Orcan und Ugur aus der Türkei, die tän­ze­risch noch einmal die Un­ab­hän­gik­geit ihres Landes be­schworen. Mi­guel aus Me­xiko ver­wan­delte die Bühne mit den an­deren in eine Salsa-Party. Frank aus Ol­den­burg schlug mit "Dat du min Leevsten büst" leise Töne an. 

Zwi­schen den Kon­zer­t­auf­tritten hatten die Be­su­cher auch viel Spaß beim Tanz­work­shop  (unter An­lei­tung der Gruppe Tanz­bein) und beim Trom­mel­work­shop mit Francis aus Ka­merun.

Der Abend ge­hörte der Gruppe Sep­tember-Strauch, die  mit ihrem coolen, tanz­baren Jazz, das Pu­blikum sehr schnell von den Bänken riss. Schließ­lich hatten auch die Work­camper - nun we­sent­lich ent­hemmter - noch einmal einen viel­be­ju­belten Auf­tritt.  Erst­malig wurde von Gernot Pre­schel nicht nur der Spei­cher be­leuchtet: Auch die Schloss­ruine er­strahlte in einem un­ge­wohnt ro­man­ti­schen An­blick. Und selbst um die Dixi-Klos wurde eine fest­liche Licht­schlange ge­legt - das al­ler­dings hatte eine sehr prak­ti­sche Di­men­sion: Die Ört­chen waren nicht nur gut zu finden, son­dern so auch in­ner­lich er­leuchtet. 

 
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