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Zahlen und Daten
Durchmesser: 15,3 m umbautes Volumen: ca 650 Kubikmeter; Nutzfläche: ca. 200m qm, Fertigstellung: Dezember 1993 Wenn in Wulkow vom Ufo die Rede ist, wissen alle was gemeint ist. Das Domespace erinnert an eine fliegende Untertasse.
Das Konzept "Domespace" wurde vom französischen Architekten Patrick Marsilli und dem belgischen Konstrukteur Ivo van Gils in Scaer an der französichen Atlantikküste entwickelt. Das zweigeschossige Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 200 m2 ist das erste und bislang einzigste Gebäude seiner Art in Deutschland.
Verleimte Holzbinder aus Kiefernholz und eine zentrale Stahlrosette geben dem Gebäude seine charakteristische Form und ausreichende Festigkeit. Das Dach ist mit witterungsbeständigen Zedernholzschindeln gedeckt.Das Domespace verfügt im Obergeschoss über vier Gästezimmer mit jeweils 2 Betten, Duschen, WCs und Küche. Energiekonzept Für einen überdurchschnittlichen Wärmeschutz sorgt eine 18 cm starke umlaufende Dämmschicht aus Korkschrot. Mit den massiv gedämmten Wandflächen und den eingebauten Wärmeschutz-Fenstern konnte der mittlere k-Wert der Außenbauteile auf 0,34 Watt pro Quadratmeter und Grad begrenzt werden. Bei der Energieversorgung wurde ein innovatives System gewählt. Beheizt wird das "Domespace" über eine monovalente Elektrowärmpumpe, die dem Erdreich gespeicherte Erdwärme entzieht und auf ein nutzbares Temperaturniveau von 30 bis 50 ° C pumpt. Rund 800 m Rohrleitungen dienen als Erdreichabsorber. Sie sind in einer Tiefe von 120 bis 150 cm verlegt und werden vom Wärmeträger, einem frostsicheren Wasser-Glykolgemisch, durchströmt. Neben der Wärmepumpe gibt es eine siebeneinhalb Quadratmeter große Sonnenkollektor-Anlage, die vor allem im Sommer und in der Übergangszeit die Brauchwassererwärmung übernimmt. Die Pflanzenkläranlage wurde mit Unterstützung ortsansässiger Firmen und Jugendlicher im Rahmen eines internationalen Workcamps fertiggestellt. Kern der Anlage sind zwei Pflanzenbeetfilter. In dem darin befindlichen Fein- und Grobkies finden bestimmte Mikroorganismen optimale Lebensbedingungen, die in der Lage sind, die Abwässer abzubauen. Während sauberes Wasser und Kohlendioxid abfließen bzw. geruchlos entweichen, wird der ebenfalls gebildete Humus durch Binsenpflanzen des Beetes aufgezehrt. Da die Einleitung des Abwassers unterirdisch erfolgt, wird jeglicher Geruch vermieden.
Umfeld Ziel der landschaftsgärtnerischen Maßnahmen ist es, mit geringsten materiellen Mitteln eine interessante Außenanlage zu gestalten, die dem einzigartigen Anspruch des "Domespace" gerecht wird und gleichzeitig unterschiedlichstem Publikum ein Bildungsangebot vermittelt. 70 Grasarten, die in der Biomasseertragsforschung eine Rolle gespielt haben, sind in einem Arboretum zu sehen. Gespinst- und Färbepflanzen werden dem Betrachter in lockerer Form präsentiert. Die Gliederung der Fläche erfolgt durch geschnittene oder freiwachsende Hecken, Trockenmauern, Flechtzäune und Wegeführungen. Das Profil ist ausschließlich mit Erdstoff ausgeformt. |