Start Aktuelles Das war Folk am Speicher 2010
Das war Folk am Speicher 2010 PDF Drucken E-Mail

Im Konzert: La MarcheTanz bis in die späte Nacht - die Frank­furter Lo­kal­ma­ta­doren von "La Marche" hatten gut zu tun, das tanzwü­tige und aus­ge­las­sene Pu­blikum mit Zu­gaben zu be­frie­digen. Rund 200 Be­su­cher (so viele wie Wulkow Ein­wohner hat) tum­melten sich am Abend vor dem wun­der­voll be­leuch­teten Ökospei­cher (Licht: Gernot Pre­schel), um die Musik der fran­ko­phon an­ge­hauchten Combo zu hören und sich vor allem dazu zu be­wegen. Band­leader Thomas Strauch hatte zuvor er­klärt, dass die sel­tenen Kon­zerte der - leider mitt­ler­weile in alle Welt ver­streuten - Mu­siker so was wie Fa­mi­li­en­feiern seien. Genau das kam dann auch so her­über.

Ob bei fran­zö­sisch klin­gender Caféhaus­musik, bei Klez­m­er­klängen oder beim wun­der­baren Ge­burs­tags­lied für das rus­si­sche Trick­film­kro­kodil Gena. Die wohl größte Power ging aber von jenen Songs wie "Disco Par­tisan" aus, in denen die Ka­pelle wie eine jener aus­ge­las­senen Balkan-Combos wirkt, die durch die Filme des ser­bisch-bos­ni­schen-fran­zö­si­schen Re­gis­seurs Emir Ku­stu­rica toben.

Das Folk­fest be­gann be­reits am Nach­mittag mit einem kleinen Volks­lieder-Mit­sing-Kon­zert von An­drea Mack, die sich neben La-March-Chef Thomas Strauch einmal mehr als un­ver­zicht­barer Motor für das Folk­fest er­wies.

Die Damen der Frank­furter Gruppe Tanz­bein schafften es dann, eine ziem­lich große Gruppe aus dem Pu­blikum zu alten Volks­tänzen in Be­we­gung zu bringen. Vom ein­fa­chen Be­grü­ßungs­tanz bis zum tem­po­rei­chen und aus­ge­las­senen Spa­lier­gehüpfe - alle sah am Ende toll aus und hatte für einen so kurzen Work­shop ein er­staun­li­ches Ni­veau.

Am frühen Abend waren alle ge­spannt auf das Pro­gramm der Work­camper. Tat­säch­lich hatte nicht nur jede Na­tion einen Bei­trag auf die Bühne ge­bracht. Die jungen Leute - 16 Work­camper aus zehn Na­tionen - waren auch noch als Chor (Lemon Tree, Ima­gine), als tür­ki­sche Tanz­gruppe und als kni­ender, die­len­klop­fender We-will-rock-you-Back­ground ge­meinsam auf der Bühne zu er­leben. ob Tür­ki­sche Tänze, sim­bab­wi­sche Per­cus­sion, ita­lie­ni­sches Bella Ciau, rus­si­sche Kat­juscha(s), fran­zö­si­sche Chan­sons oder ko­rea­ni­sches Was­ser­fla­schen­ge­trommel - die Work­camper hatten sicht­liche Freude an ihrem Auf­tritt - und das Pu­blikum erst recht.

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