07.06.2009 "Diese Pflanze habe ich schon zwanzig Jahre lang nicht mehr gesehen!", rief Dr. Wolfgang Fischer begeistert aus. In Wulkow wurde der Potsdamer Botaniker fündig. Das norwegische Fingerkraut, ein äußerst seltenes Gewächs, gedeiht ausgerechnet an einer der (zur Zeit noch) hässlichsten Ecken des Dorfes: Am Rande der Desinfektionsmulde des früheren Kuhstalls. Nicht weit davon übrigens auch eine schöne Blume, die sich offenbar weit ausgesät hat: Das orangefarbene Habichtskraut - eigentlich eine Mittelgebirgspflanze, die sich in Wulkow auch ganz wohl zu fühlen scheint. Neben Dr. Fischer verteilten sich an diesem Sonnabend mehr als 20 Experten vom Botanischen Verein Berlin-Brandenburg auf das Dorf und hielten vor allem nach seltenen Kulturpflanzen Ausschau, die sich im Ort gehalten haben. Viel Lob gab es dabei übrigens auch für den Kräutergarten des Ökospeichervereins. Der Ausflug nach Wulkow war Teil der deutsch-polnischen Exkursionstage an der Landeslehrstätte Lebus. „Mit der Aktion wollen die Veranstalter ein Bewusstsein für den sich schleichend vollziehenden Rückgang alter Kulturpflanzen in unseren Dörfern schaffen und einen Prozess des Umdenkens in Richtung nachhaltiger Landschaftspflege in Gang bringen“, heißt es in einer Presseinformation der Landeslehrstätte. Exkursionsorte waren neben Wulkow und Lebus auch Klessin, Nowy Lubusz und Dabroszyn.
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Norwegisches Fingerkraut wächst in einer Wulkower Brache

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