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25.03.09 "Monsanto - mit Gift und Genen" - dieser Dokumentarfilm war schwere Kost und forderte den Zuschauern eine Menge Aufmerksamkeit ab. Dennoch machten sich am Abend rund 60 Zuschauer auf den Weg nach Wulkow, um sich im Rahmen der Ökofilmtour zu informieren und über das Gesehene zu diskutieren. Dafür gab es nach dem Film Gelegenheit. Ulrike Raulf, Bio-Landwirtin aus Wulkow und Jacob Ganten, Geschäftsführer des Verbandes Biologisch-Dynamischer Höfe in Berlin und Brandenburg, brachten als Podiumsgäste anschließend ihre Sicht auf das Thema ein. So berichtete Jacob Ganten, dass sich die Hälfte der deutschen Anbauflächen für transgenen Mais derzeit in Brandenburg befinde. Den Löwenanteil davon entfalle auf den Landkreis Märkisch-Oderland. Ganten warnte nicht nur vor ökologischen Risiken sondern auch vor der Gefahr ökonomischer Abhängigkeit von Großkonzernen wie Monsanto - das Horroszenario sei in dem Film hinlänglich beschrieben worden. Ulrike Raulf sieht vor allem den Imageverlust für die Region, die sich ursprünglich als gentechnikfrei definierte, als schmerzlich an. Das könnte langfristig noch Folgen für die Absatzchancen von Agrarbetrieben haben. Grundsätzlich ablehnend steht Ulrike Raulf den im Film gezeigten Massenproduktionsverfahren mit Pflanzen gegenüber, die gegen Totalherbizide resistent gemacht wurden. "Gucken Sie sich diese riesigen Sojafelder in den USA an, wo kein Insekt, keine andere Pflanze mehr lebt. Was hat das noch mit Artenvielfalt zu tun?" Aus dem Publikum wurden Sorgen vor der Verunreinigung der Umgebung durch genveränderte Organismen geäußert. "Man kann einer Biene ja schlecht vorschreiben, wo sie langfliegen soll", hieß es. Landwirte, die transgenen Mais einsetzen, hatten sich in der Diskussion nicht zu Wort gemeldet.


 

Filmgespräch Die Monsanto-Dokumentation bewegte viele Zuschauer.



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