07.03.09 Mit einem verjüngten Vorstand und anspruchsvollen Zielen geht der Ökospeicher e.V. in die neue Saison. Auf seiner Mitgliederversammlung sprach sich der Verein am Wochenende unter anderem für den weiteren Speicherausbau aus. Das im vergangenen Jahr erfolgreich gestartete Festival "Folk am Speicher" soll eine Neuauflage bekommen. Ein weiteres Internationales Jugendworkcamp ist vorgesehen. Künftig wird das "Energieteam MOL", ein gemeinnütziges Energieberatungszentrum, beim Speicher angesiedelt sein. Erstmals beteiligt sich der Verein an der Ökofilmtour. Zudem tritt der Ökospeicher e.V. als Herausgeber eines Bild-Text-Bandes über die regionale Naturlandschaft auf.
Noch einmal konnten sich die Mitglieder des Ökospeicher e.V. bei der vom Vorsitzenden Peter Gröning moderierten Mitgliederversammlung die Höhepunkte des Vereinslebens 2008 und die baulichen Fortschritte im Speicher vor Augen führen. Dank der unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer - vom Öki bis zum „Rüstigen Rentner“ – ist aus der zweitobersten Etage in den vergangenen 12 Monaten ein attraktiver Seminar- und Übernachtungsbereich gezaubert worden. Dieser wird künftig auch den Gästen aus den Partnerprojekten im Senegal oder in Rumänien als attraktive Unterkunft dienen. Manfred Schmidt kommentierte die dafür notwendigen Arbeitseinsätze und die zahlreichen Umzüge des Vereinsbüros, das seit vielen Jahren durch den gesamten Speicher vagabundiert - immer auf der Suche nach einem Plätzchen, wo es anderen Nutzungen nicht im Wege steht. Nun soll es nach fast 20 Jahren Odyssee im Erdgeschoss seinen endgültigen Platz finden. Auch sonst war im Rechenschaftsbericht überwiegend Positives zu berichten: die regelmäßigen naturkundlichen, kulturellen und gesellschaftspolitischen Veranstaltungen und Höhepunkte wie das Folkfest, das Workcamp oder der Vitaregio-Tag erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit wie die Speicherfeste und Ausstellungen im Erdgeschoss. Und dank der von Fred Pilarski stets aktuell gehaltenen Homepage bleiben diese öffentlichen Angebote nicht länger nur Insidern vorbehalten.
Zum weiteren Ausbau des Speichergebäudes mit Café, Laden, Spielplatz und Ausstellung wurde vom Vorstand berichtet, dass zwar die Baugenehmigung erteilt worden ist, bei der seit längerem in Aussicht gestellten Unterstützung über das LEADER-Programm jedoch laufend neue Nachforderungen eingehen, was die Nervosität in Hinblick auf die geplante Saisoneröffnung am 11. April langsam steigen lässt. Erfreulich dagegen, dass es dem Landkreis Märkisch Oderland mit tatkräftiger Unterstützung des beim Ökospeicher e.V. angesiedelten Netzwerks Biofestbrennstoff MOL unter Leitung von Martin Merk gelungen ist, zu den bundesweit 25 Gewinnern beim Wettbewerb „Bioenergie-Regionen“ zu zählen. Für die damit verbundene Unterstützung über drei Jahre hinweg hatten sich immerhin 210 Regionen aus ganz Deutschland beworben.
Unmittelbar vor der Tür steht die erstmalige Teilnahme des Vereins an der Ökofilmtour mit jeweils zwei Filmen im Ökospeicher Wulkow und in der Landeslehrstätte Lebus. Ab dem 11. April wird der Speicher wieder jedes Wochenende von 11.00 bis 16.00 Uhr geöffnet sein. Neu sollen in diesem Jahr neben Kunst und Kaffee auch Ratschläge in Sachen Energie angeboten werden. Diese Aufgabe übernehmen künftig die drei Mitarbeiter des sogenannten Energie-Teams MOL. Wie der Teamleiter Dr. Johannes Ziolkowski erläuterte, werden er und seine beiden Kollegen Norbert Hein und Dieter Maeß sich zunächst für die Dauer von zwölf Monaten unter dem Dach des Ökospeicher für den rationellen Energieeinsatz und die Nutzung erneuerbarer Energien in der Region einsetzen. Dieses Projekt wird im Rahmen des Regionalbudget Märkisch Oderland aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Brandenburg und der Agentur für Arbeit gefördert.
Eine Woche vor der Speicheröffnung geht am 4. April geht in der „Tag für Wulkow“, der traditionelle gemeinsame Frühjahrsputz aller Wulkower, über die Bühne. Auch 2009 wird das traditionelle Sommer-Workcamp internationales Flair nach Wulkow bringen und darin eingebettet am 1. August die zweite Ausgabe von „Folk am Speicher“. Dieses Folkfest – von Dieter Krawczynski und Andrea Mack ins Leben gerufen – gehörte 2008 zu den Höhepunkten im Vereinsjahr. Eine Fachveranstaltung der Vitaregio-Reihe zum Themenbereich Lebendiger Dörfer soll es auch 2009 in Wulkow geben. Geplant sind im Mai oder Juni Workshops und Erfahrungsaustausch unter anderem zu den Themen „Comeback des Dorf-Konsums?“ und „Die Dorfkita - ein echter Grund aufs Land zu ziehen!“ Federführend vorbereitet wird der Vitaregio-Tag von Fred Pilarski und Prof. Dr. Kurt Krambach.
Eine attraktives Vorhaben stellte Hanne Hiekel zum Schluss vor. Der engagierte Naturschützer Werner Weiß erarbeitet gegenwärtig eine Fortsetzung seines erfolgreichen und inzwischen vergriffenen „Natur-Tagebuches“, eines attraktiven Bildbandes über Flora, Fauna und Landschaft in Frankfurt(Oder) und Umgebung. Als langjähriges Vereinsmitglied hat Werner Weiß dem Ökospeicher e.V. angeboten, als Herausgeber das Natur-Tagebuches ll zu agieren. Um einen Teil der Herstellungskosten verbindlich abzusichern, können Interessierte sich bereits im Vorfeld zu einem Vorzugspreis Exemplare der limitierten Auflage sichern. Näheres dazu in Kürze an dieser Stelle.
Neu in den Vorstand gewählt wurden Katrin Pfeuffer aus Treplin sowie Katrin Todt aus Alt Zeschdorf. Mit den wiedergewählten „Alt-Vorständen“ Hanne Hiekel, Peter Gröning, Martin Merk und Manfred Schmidt ist der nunmehr sechsköpfige Vorstand komplett. Iris Gebel-Hortzetzky wird den Vorstand als Kulturbeauftragte unterstützen.
Hinweis: Mitglieder, die nicht zur Versammlung kommen konnten, finden einen etwas detaillierteren Bericht im Mitgliederbereich.
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Jede Menge Arbeit liegt hinter und vor dem Verein

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